Welche Rolle das Internet der Dinge für die Intralogistik spielt

Internet der Dinge und Intralogistik

Was bedeutet das Internet der Dinge für die Industrie?
Daten zur Auslastung, Qualität und Wartungszustand sind für Fertigungsunternehmen im Produktionsprozess unerlässlich. Daher bietet das Internet der Dinge durch Überwachung der Maschinen und Planung von Wartungszyklen in diesen Bereich ein sehr hohes Potenzial.

Die Teile der industriellen Prozesse werden automatisiert oder gesamte Prozesseinheiten werden autonom gesteuert. Dies führt in einer Produktionsanlage bis zu einer automatisierten Wertschöpfungskette, die einen flüssigen und transparenten Informationsaustausch zwischen Maschinen, Anlagen, Waren und Mensch ermöglicht.

Welche Rolle spielt das Internet der Dinge in der Intralogistik?
Intralogistische Abläufe lassen sich durch die Vernetzung von Softwaresystemen und Anlagen deutlich effizienter gestalten. So können zum Beispiel ERP, Warehouse-Management-Systeme, Materialflussrechner und Datenbanken mit Fördertechnik wie Hochregallagern, Taschensortern und automatisierten Kleinteilelagern vernetzt werden. Bei intralogistischen Prozessen werden in den Bereichen Wareneingang, Ein- und Auslagerung, Kommissionierung, Warenausgang oder Retouren-Abwicklung laufend große Mengen an Daten generiert.

Durch das Internet der Dinge werden diese Daten sichtbar und geben wichtige Einblicke in die Prozessabwicklung und Anstöße zur Prozessoptimierung. Die Zusammenarbeit von Produktion und Intralogistik wird immer enger, indem mittlerweile Produktionsanlagen selbstständig mit dem vernetzten Lager kommunizieren und beispielsweise Nachschub ordern können. Auch der Kommissionierer kann während des Pickens Nachschub anfordern. Dazu reicht meist ein Scan (Barcode, QR) eines aufzufüllenden Faches oder ein Tastendruck am Smartphone, Handheld oder mobilen Datenerfassungsgerät (MDE).

Selbstorganisierende Logistiksysteme sind also schon längst Realität. Durch die Vernetzung entstehen effiziente und störungsfreie Intralogistik-Prozesse zwischen Produkten, Bauteilen, Maschinen, menschlichen Nutzern und Transportmitteln. Daraus resultiert eine digitale Fabrik, häufig auch Smart Factory genannt. Hierbei agiert der Mensch nur mehr als Prozessbeobachter, der im Notfall eingreift.

Innerhalb eines Lagers gibt es jedoch immer noch eine große Anzahl an Prozessen, bei denen der Mensch nicht durch Sensorik oder Maschinenkraft ersetzt werden kann.

Wie kommt das Internet der Dinge in der Intralogistik zur Anwendung?
Innerhalb der Kommissionierung oder im Lagerbetrieb kann Augmented Reality sehr nützlich sein. Der Nutzer erhält durch eine Datenbrille eine optimale Wegbeschreibung und zusätzliche Informationen, die er für seinen Arbeitsschritt benötigt, direkt in sein Blickfeld. Dies können Bilder zur Erkennung oder auch Informationen zu Menge, Größe oder Gewicht des nächsten Pick sein. Die Entnahme der Ware wird dem System durch Spracheingabe, Smartphone, MDE oder Handheld bestätigt. Gescannt werden die Waren entweder durch den in der Brille eingebauten oder einen externen Scanner.

Eine weiteres Beispiel für die Anwendung des Internet der Dinge sind fahrerlose Transportleitsysteme und Transportroboter. Diese reduzieren einerseits Transportschäden und sparen andererseits Personalkosten. Durch den kontinuierlichen Datenaustausch und die routenoptimierte Steuerung verkürzen sich zudem die Fahr- und Wartezeiten. Dies ermöglicht eine reibungslose Produktion und einen schnellen und konstanten Materialfluss rund um die Uhr.

 

Quellen:

Vgl. Logistik KNOWHOW, Das Internet der Dinge (IoT) und die Intralogistik, abgerufen: 16.04.2020
URL: https://logistikknowhow.com/it-und-software/das-internet-der-dinge-iot-und-die-intralogistik/

Vgl. Gruenderszene.de, Internet of Things, abgerufen: 16.04.2020
URL: https://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/internet-of-things?interstitial

Vgl. BigData Insider, Was ist das Internet of Things?, abgerufen: 16.04.2020
URL: https://www.bigdata-insider.de/was-ist-das-internet-of-things-a-590806/